Polizisten – Hüter der öffentlichen Ordnung

Die Überschrift dieses Info-Texts drückt es bereits aus: Als Polizist ist man Staatsbediensteter. Es werden bundesweit nur Beamtenlaufbahnen im mittleren, im gehobenen Dienst und im höheren Dienst angeboten. Neben den schulischen Leistungen sind auch gesundheitliche Kriterien bei der Einstellung für die Ausbildung maßgeblich. Artverwandt mit dem Beruf des Polizisten ist der des Justizwachtmeisters, der in den Gerichtsgebäuden für Ordnung sorgt. Der Justizwachtmeister ist Beamter im einfachen Dienst.

Krankenversicherung als Polizist

Schon während der Polizei Ausbildung ist man als Polizeianwärter über das System der so genannten freien Heilfürsorge krankenversichert. Wenn man bei der Bundespolizei in die Lehre geht, steht einem die Option offen alternativ das Beihilfemodell zu wählen. Das hat eine Mitgliedschaft bei einer privaten Assekuranz zur Folge. Diese Entscheidung ist gründlichst zu überdenken, weil das Wechseln zurück in eine gesetzliche Krankenversicherung enorm erschwert wurde. Im Falle dessen, dass ein ehemaliger Bundespolizist aus welchen Gründen auch immer, seinen Job nicht mehr ausüben kann, ist er dann an die Police seines privaten Anbieters „gekettet“. Ob der Basistarif der privaten Krankenversicherung im Bedarfsfall essenzielle medizinische Hilfsmittel wie Krücken bezahlt, scheint fraglich.

Persönliche Eignung als Bewerber

Für den Dienst bei der Polizei ist die Anforderung eines Führungszeugnisses der Belegart „O“ verpflichtend. Alle Beamte in der Bundesrepublik müssen diesen Scan durchlaufen. Die Zwangsunterbringung in einer psychiatrischen Anstalt stellt definitiv einen Ausschlussgrund dar. In den meisten Bundesländern müssen die Bewerber das Schwimmabzeichen „in Bronze“ vorweisen. Dieses kann man auch beim DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) erstehen bzw. das ledigliche Stehen im Bassin reicht dafür ganz bestimmt nicht aus. Tattoos sind grundsätzlich erlaubt, solange sie unter der Arbeitskleidung versteckt werden können.

Gesundheitliche Voraussetzungen

Auch Brillenträger sind bei der Polizei erwünscht. Eine leichte Kurzsichtigkeit oder eine leichte Weitsichtigkeit ist kein Grund im Vorhinein bei der Kandidatur das „Handtuch zu werfen“. Man sollte bei der augenärztlichen Untersuchung nicht schwindeln, zum Beispiel bei der Angabe bezüglich des Tragens von Kontaktlinsen. Das kann dann im Rahmen eines Einsatzes bei der Wasserschutzpolizei „auffliegen“, wenn man zu einem Tauchgang abkommandiert wird. Oder aber man bekommt das speziell angefertigte Helmvisier eines ehemaligen Kollegen mit immenser Sehschwäche und: Man sieht klar und deutlich statt verschwommen! Die Beispiele liessen sich unendlich fortführen.

Schulzeugnisse der Bewerber

Hauptschüler sind nicht chancenlos. Bei guten Leistungen in Deutsch, Sport und Mathematik werden sie ebenfalls in den Bewerbungsprozess bei der Polizei mit eingebunden. Die oben erwähnte Beamtenlaufbahn zum Justizwachtmeister ist eine Alternative, wenn man zum Beispiel den Rechentest „versemmelt“. Dort sind die Anforderungen niedriger. Geräteturnen muss in der Schule ernst genommen werden, weil es für die Gesamtzensur im Fach „Sport“ ausschlaggebend ist. Als Schutzpolizist muss mann nämlich schlussendlich nicht nur „leichtathletisch“ einem Dieb schnell hinterher laufen können, sondern nach ihm auch die Gartenmauer überwinden, damit er dem „Gesetz“ nicht entwischt.

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